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Jugendkonzept HSG Bever Ems

Handball hat mit der Gründung der HSG eine mittlerweile hohe Reichweite erlangt und sich seit der Gründung der Spielgemeinschaft 2017 von einer Randsportart durch das hohe Engagement der Beteiligten zu einem festen Bestandteil des Sportangebotes in Ost- und Westbevern entwickelt, das auch überkreislich als erfolgreich wahrgenommen wird. Um langfristig Kontinuität zu schaffen, gilt es einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, um den Handballsport in der Region weiter zu entwickeln und zu stärken.

Dieses Konzept soll Spielern/Spielerinnen, Trainern/Trainerinnen und Eltern Orientierung bieten und helfen, unser Sportangebot stetig zu verbessern.

Unsere Leitsätze sind dabei folgende:

  1. Die gemeinsame Begeisterung für den Handballsport steht bei uns an erster Stelle.
  2. Wir bieten eine fundierte und entwicklungsorientierte handballerische Ausbildung in einer attraktiven Mannschaftssportart.
  3. Dabei orientieren wir uns am Rahmentrainingskonzept (RTK) des Deutschen Handball Bundes (DHB).
  4. Unsere Spieler/Spielerinnen werden gefordert und gefördert. Vielseitiges Training ist unser Ziel. Die Teilnahme an diversen sportlichen Angeboten der Stammvereine SV Ems Westbevern und BSV Ostbevern wird unterstützt. Wir unterstützen vereins- und mannschaftsübergreifende Aktivitäten.
  5. Wir fördern das soziale Verhalten, die Achtung Anderer und die Eigendisziplin in der Gemeinschaft. Sportlicher und fairer Umgang soll vorgelebt und vermittelt werden.
  6. Wir fördern die sportmotorische Grundausbildung unserer Kinder. Auch Neu- und Quereinsteigern wird ein altersgemäßes Training und ein attraktives Vereinsleben geboten.
  7. Wir stärken die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen– wir nehmen ihre Anliegen auch außerhalb des sportlichen Bereiches ernst.
  8. Wir pflegen ein positives Image und vertreten dieses aktiv nach Außen.

Welche Ziele wollen wir erreichen?

  • Etablierung von breiten- und leistungssportorientiertem Jugendhandball,
  • Leistungsorientierte, umfassende Ausbildung der Jugendspieler, ohne dabei den Breitensport zu vernachlässigen,
  • Stärkung der sozialen Kompetenz und des Selbstwertgefühls unter Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten,
  • Talentförderung,
  • In jeder Altersgruppe sollte mindestens 1 Mannschaft gemeldet werden und am Spielbetrieb teilnehmen,
  • Für jede Altersgruppe sollten mindestens zwei Trainer/Trainerinnen bzw. Betreuer/Betreuerinnen vorhanden sein,
  • Strukturen für ein verlässliches und am DHB-Rahmenkonzept ausgerichtetes Training schaffen,
  • Aus- und Fortbildung der Trainer/Trainerinnen sicherstellen,
  • Höhere Bindung und Identifikation der aktiven Sportler/Sportlerinnen, der Trainer/Trainerinnen, der Eltern und der Handballfreunde/Handballfreundinnen mit der Handballabteilung,
  • Langfristig: Mit A- und B-Jugend in der jeweils höchsten Spielklasse spielen,
  • Langfristig: Etablierung einer zukunftsfähigen Senioren- bzw. Damenabteilung,
  • Weitere Etablierung des Handballsports in Ost- und Westbevern,
  • Stärkeres Wahrnehmen sozialer Funktionen im Rahmen der örtlichen „Sportfamilie“.

I. Trainingsinhalte und sportliche Zielsetzungen

Die wesentlichen Trainingsinhalte und Ziele werden hier nur kurz vorgestellt. Sie bieten den Trainern/Trainerinnen einen Orientierungsrahmen, ohne ihre Eigenverantwortlichkeit einzuschränken. Als maßgeblich gilt die Rahmentrainingskonzeption des DHB.

  • Leitprinzip ist die Entwicklungs- und Gesundheitsförderung – Trainingsinhalte sind nach dem Entwicklungsstand der Kinder auszurichten,
  • Jugendtraining darf nie ein „abgespecktes“ Erwachsenentraining sein,
  • Prinzip der Belastung und Erholung (d.h. im Training auch die Belastungssituation schaffen),
  • Prinzip einer genügenden Trainingshäufigkeit (einmal pro Woche Training ist zu wenig – es muss aber nicht immer Handball sein),
  • Jedem Spieler eine möglichst gute Grundausbildung auf allen Spielpositionen verschaffen,
  • Ballorientiertes Deckungsverhalten,
  • Koordination, Gymnastik und Kräftigung gehören in jedes Training,
  • Wurfvarianten erlernen,
  • Schulung der Beidhändigkeit,
  • Bis D-Jugend alle Spieler auf allen Positionen einsetzen (auch im Tor), danach dem Torwart die Möglichkeit geben, im Feld mitzuspielen (fördert das Spielverständnis),
  • Alle Trainer/Trainerinnen verwenden ein einheitliches der RTK entsprechendes Vokabular,
  • Die Mannschaften sollen, soweit das strukturell möglich ist, durchlässig sein und der jeweiligen Altersstruktur entsprechend aufgestellt werden, um eine altersgerechte Ausbildung zu gewährleisten und durchgängige Jahrgänge zu etablieren. Alternativ kann ein Gastspielrecht sinnvoll sein (s.U.) und wird dem Überspringen einer Altersklasse vorgezogen,
  • Quer- und Späteinsteigern werden zuerst die Grundlagen vermittelt, d.h., dass ggf. eigene Übungen für diesen Spieler/Spielerinnen im Training durchgeführt werden, bzw. die Anforderungen innerhalb einer Übung für diese Spieler/Spielerinnen entsprechend reduziert werden müssen.

Mannschaften & Lernziele

Die aufgeführten Lernziele sind nur zur schnellen Übersicht gedacht.

Unsere Ausbildung orientiert sich generell an der RTK des DHB.

Minis

Motorische und koordinative Grundübungen, Spiele mit und ohne Ball, Staffelspiele und einfache Turnübungen stehen im Vordergrund des Minitrainings. Nebenbei ist ein erstes Heranführen an die Grundelemente des Handballs angezeigt (Werfen – Prellen – Fangen). Schon in dieser Altersstufe ist auf die erforderliche Disziplin zur Vermittlung von Trainingsinhalten zu achten, ohne dabei den Spaß und das Spielen aus den Augen zu verlieren. Die Turniere/Spielfeste der Minihandballer erfolgen bundesweit stets ohne Ergebniswertung.

E-Jugend

  • Spielorientiertes Training,
  • Parteiball und Fangspiele,
  • Grundlagentraining – Laufen, Werfen (Schlagwurf), Fangen,
  • Lauftäuschung,
  • Freilaufen ohne Ball,
  • Koordinationstraining,
  • Doppelpassspiel („Give-and-go“),
  • Manndeckung als Deckungsform,
  • Es wird ausbildungs- und nicht ergebnisorientiert gespielt!

D-Jugend

  • Es erfolgt keine Leistungsorientierung,
  • Einführung der „sinkenden“ Manndeckung, Übergang zur Raumdeckung (1:5) deutlich vor der 9m-Linie,
  • Kleingruppenspiel, Verbesserung der Orientierungsfähigkeit im Raum,
  • Verbesserung der individuellen Fertigkeiten (Täuschen, Passen, Werfen),
  • Taktische Eingriffe von Außen durch eingeübte Abläufe erfolgen nicht,
  • Kooperatives Verteidigen, Übergeben/Übernehmen,
  • Es wird ausbildungs- und nicht ergebnisorientiert gespielt!

C-Jugend

  • Ab der C-Jugend wird nach Möglichkeit in leistungsorientierten Mannschaften gespielt,
  • Einführung strukturierten Athletiktrainings,
  • Wurfvarianten von allen Positionen vertiefen (Sprungwurf-, Fallwurf-, Schlagwurfvarianten),
  • individuelle Spielfähigkeiten weiter ausbilden und vertiefen (z.B. weitere Täuschungen; 1:1 Verhalten),
  • Bewegung mit und ohne Ball,
  • Einführung von Auslösehandlungen,
  • Parallelstoß, Kreuzen, Schaffen von Überzahlsituationen,
  • situatives Spiel in Kleingruppen vertiefen,
  • Übergang zur 3:3 und 3:2:1 Deckung.

B-Jugend

  • Täuschungen perfektionieren,
  • Einführen weiterer Auslösehandlungen,
  • Einführen weiterer Deckungsvarianten,
  • Dem Athletiktraining wird ein größerer Stellenwert und nach Möglichkeit eine separate Trainingseinheit eingeräumt,
  • Gast- oder Doppelspielrecht für höherklassige Vereine ermöglichen, wenn dies sinnvoll erscheint,
  • Vereinswechsel ermöglichen, wenn dies sinnvoll erscheint,
  • Übernahme von Aufgaben im Verein (Zeitnehmer/Zeitnehmerin, Organisation von Aktivitäten)
  • Einbinden der Spieler/Spielerinnen in die Ausbildung jüngerer Spieler/Spielerinnen, z.B. als Co-Trainer/Co-Trainerin,
  • Möglichkeit einen Jugendtrainerschein zu erwerben,

 

A-Jugend

  • Beherrschen verschiedener Abwehrsysteme (5:1, 3:2:1, 4:2), wobei offensive Varianten bevorzugt gespielt werden sollten,
  • Teilnahme an Seniorenspielen, wenn dies sinnvoll erscheint. Jugendspiele haben immer Vorrang,
  • Gast- oder Doppelspielrecht für höherklassige Vereine ermöglichen, wenn dies sinnvoll erscheint,
  • Vereinswechsel ermöglichen, wenn dies sinnvoll erscheint,
  • Möglichkeit eine C-Lizenz zu erwerben,
  • Übernahme von Aufgaben im Verein (Zeitnehmer/Zeitnehmerin, Organisation von Aktivitäten),
  • Einbinden der Spieler/Spielerinnen in die Ausbildung jüngerer Spieler/Spielerinnen, z.B. als Co-Trainer/Co-Trainerin

Torhüter

Ein regelmäßiges Torwarttraining für alle Altersklassen ist Teil unseres Trainingsangebotes. Jedem Spieler ist der Zugang zum Torwarttraining zu ermöglichen. Generell werden alle Spieler auch auf dem Feld ausgebildet werden, eine Spezialisierung sollte erst im zweiten D-Jugendjahr oder in der C-Jugend erfolgen.

Digitalisierung / Digitale Angebote

Gerade für den Mannschaftssport stellt die Digitalisierung und die Verlagerung von Trainingsangeboten in den virtuellen Raum eine große Herausforderung dar – dem müssen und wollen wir Rechnung tragen. Wir sehen darin eine Möglichkeit unser Angebot zu entwickeln und zu erweitern, sind neuen technischen Möglichkeiten gegenüber aufgeschlossen, erarbeiten entsprechende Konzepte und halten diese stets aktuell. Neue Ideen von Elterm, Spielern/Spielerinnen und Trainern/Trainerinnen sind an dieser Stelle explizit erwünscht.

Ein erster Baustein soll ein Online Fitness & Athletik-Training sein. Wir streben die Etablierung eines dauerhaften Online-Sportangebotes für alle Altersklassen an.

Inhaltlich sind dies zunächst vorwiegend Athletik- und Fitnesseinheiten, die von externen Kooperationspartnern mit ausgebildeten Trainern/Trainerinnen durchgeführt werden sollen. Hierzu haben wir für und mit den Kooperationspartnern ein inhaltliches Konzept erarbeitet. Das Angebot soll zu festen Zeiten stattfinden. Die Finanzierung wird über den Abteilungsetat und über Sponsoren stattfinden.

Wir erreichen dadurch

  • ein zusätzliches, zeitgemäßes, attraktives Angebot für alle Altersgruppen,
  • eine Kompensation geringer werdender Hallenkapazitäten,
  • eine zeitliche und inhaltliche Entlastung der Trainer/Trainerinnen,
  • eine zeitliche Entlastung der Spieler/Spielerinnen,
  • eine sinnvolle Ergänzung des „normalen“ Trainingsbetriebes für alle Mitglieder/Mitgliederinnen,
  • die Durchführung des erforderlichen Fitness- und Athletiktrainings ab der C-Jugend,
  • die Möglichkeit zur Aufrechterhaltung von Aktivitäten in Krisensituation (z.B. Corona).

Talentförderung

Talente sollen gezielt gefördert werden, indem sie beispielsweise in einem höheren Jahrgang mitspielen oder das Doppelspielrecht bei einem höherklassigen Verein ermöglicht wird. Die Trainer/Trainerinnen haben aktiv die Teilnahme an Sichtungen zu ermöglichen.

Gastspielrecht

Kann ein eigener Jahrgang nicht gestellt werden, ist das Gastspielrecht in einem anderen Verein dem Überspringen einer Altersklasse vorzuziehen, um eine altersgerechte Spielmöglichkeit zu ermöglichen. Gastspieler/Gastspielerinnen müssen von Trainern/Trainerinnen und/oder den Jugendwarten über die gesamte Saison begleitet werden, um eine Rückkehr in den Stammverein zu erleichtern. Mit dem das Gastrecht gewährenden Verein sind im Vorfeld Gespräche zu führen, wenn möglich unter Beteiligung der Eltern. Die Organisation der ggfs. weiteren Fahrten zum Spiel- und Trainingsort müssen unterstützend mitorganisiert werden. Es wird angestrebt, den dadurch ggfs. höheren Aufwand für die Trainer/Trainerinnen zu vergüten.

Spielerabwerbungen aus Gründen einer weiteren Leistungsorientierung

Wir haben es mit Kindern und Jugendlichen zu tun- Vereinswechsel unterhalb der C-Jugend (13/14 Jahre) halten wir daher nur in Ausnahmefällen für sinnvoll.

Wir halten uns bei Interesse an Spieler/Spielerinnen strikt an die Vorgaben des Handballkreises Münsterland und erwarten dies auch von anderen Vereinen– von den Vorgaben abweichenden Abwerbeversuchen treten wir entschieden entgegen. Wir beraten unsere Spieler/Spielerinnen und deren Eltern ergebnissoffen und zeigen ihnen verschiedene Möglichkeiten und Perspektiven auf– denn es gibt immer mehr als das eine Angebot oder die eine Chance. Für weitergehende Gespräche mit interessierten Vereine sind wir jederzeit offen.

Turniere & Mannschaftsfahrten

In allen Altersstufen sollte regelmäßig an Turnieren, auch an mehrtägigen, teilgenommen werden.

Es wird ein Turnierplan erstellt aus dem hervorgeht, wer zu welchen Turnieren fahren wird.

Ziel sollte sein, dass möglichst viele Mannschaften der Abteilung zum gleichen Turnier fahren.

Die Handballabteilung strebt mittelfristig an, ein eigenes Turnier zu etablieren.

Mannschaftsübergreifende Aktivitäten

Mannschaftsübergreifend sind gemeinsame sportliche Angebote anzustreben– Torwarttraining, Lauftreff, interne Turniere/Freundschaftsspiele.

Saisonabschluss

Es findet nach jeder Spielzeit ein gemeinsamer Saisonabschluss mit allen Jugendmannschaften statt.

Die Ausgestaltung übernehmen Spieler/Spielerinnen, Eltern und Trainer/Trainerinnen gemeinsam.

Trainer/Trainerinnen

  • Alle Trainer/Trainerinnen haben die Möglichkeit zum Erwerb der C-Lizenz,
  • Alle Trainer/Trainerinnen sollen zu den Themen
    • Prävention sexueller Gewalt,
    • Extremismus,
    • Mobbing,

fortgebildet werden und gemeinsam ein entsprechendes Handlungskonzept erarbeiten,

  • Jungtrainer/Jungtrainerinnen“ sollen von Mentoren/Mentorinnen begleitet werden,
  • Teilnahme an internen und externen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen („Trainertraining“),
  • Im Rahmen der Möglichkeiten wird die Teilnahme an Verbandslehrgängen gefördert,
  • Die Trainer/Trainerinnen haben ihre Trainingsinhalte an dem jeweils aktuellen – am DHB-Rahmenkonzept orientierten – Jugendrahmenkonzept auszurichten,
  • Seniorenspieler/Damenspielerinnen und Eltern sind herzlich dazu eingeladen, sich als Trainer/Trainerin und Betreuer/Betreuerin zu engagieren.

Schiedsrichter

  • Allen Spielern/Spielerinnen wird die Möglichkeit geboten, eine Schiedsrichterausbildung zu absolvieren,
  • Die vereinseigenen Schiedsrichter/Schiedsrichterinnen und Trainer/Trainerinnen fördern und begleiten die Jugendlichen dabei; interessierte Spielerinnen werden von uns aktiv in den Spielbetrieb eingebunden und begleitet.

Kooperation mit anderen Vereinen

  • Kooperationen mit anderen Vereinen stehen wir offen gegenüber,
  • Sollten wir eine Kooperation für nicht sinnvoll im Sinne unserer Spieler/Spielerinnen erachten, wird diese beendet,
  • Wir agieren stets respektvoll und auf Augenhöhe mit unseren Kooperationspartnern und dies immer zuerst im Sinne der uns anvertrauten Jugendspieler/Jugendspielerinnen, niemals aus Vereinssicht,
  • Dies gilt für alle Formen der Kooperation: Bildung von saisonweisen Jugendspielgemeinschaften (JSG), Gastspieler/Gastspielerinnen, Spieler/Spielerinnen mit Doppelspielrecht und Vereinswechsel,
  • JSG: Um Jugendlichen leistungsorientierten Sport zu ermöglichen, dies aber nur für einen Teil eines Jahrgangs sinnvoll oder möglich ist, kann für die Spielzeit eine JSG mit einem anderen Verein für die entsprechende Altersklasse gebildet werden, dies aber nur dann, wenn die schwächeren Spieler/Spielerinnen weiterhin eine gute Möglichkeit haben, bei uns Handball zu spielen.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

  • Wir bieten FSJ-lern die Möglichkeit, sich bei uns als Jugendtrainer/Jugendtrainerin oder Betreuer/Betreuerin zu engagieren und bemühen uns aktiv für ein von beiden Stammvereinen gefördertes attraktives Angebot.

Eltern

  • Wir sind auf die Mitwirkung, Kreativität der Eltern unbedingt angewiesen und freuen uns auf viel Elternengagement,
  • JEDE Unterstützung und jede IDEE ist IMMER willkommen,
  • Für die Beteiligung der Eltern bieten wir neben ihrer persönlichen Kreativität folgende Möglichkeiten:
    • (bezahlte) Zeitnehmerdienste,
    • Fahrdienste,
    • Cafeteria“ bei Turnieren und Spielfesten,
  • Betreuer/Betreuerin werden,
    Eltern sind dazu aufgefordert, sich auch am Trainingsbetrieb, gerade der jüngeren Mannschaften, aktiv zu beteiligen– wir ermöglichen entsprechende Qualifikationen wie z.B. einen Jugendtrainerschein, Sporthelfer/Sporthelferin, (F-Lizenz),
  • Mittelfristig ist die Etablierung eines Fördervereins angedacht.

II. Soziale Aufgaben

Öffentliches Auftreten

Die HSG Bever-Ems versteht sich als ein toleranter, sozialer und offener Verein. Respektloses Verhalten gegenüber Mitspielern/Mitspielerinnen, Gegnern/Gegnerinnen, Schiedsrichtern/Schiedsrichterinnen, Zuschauern/Zuschauerinnen, aber auch Trainern/Trainerinnen oder sonstigen ehrenamtlich Tätigen wird nicht geduldet. Das Auftreten in der Öffentlichkeit und ganz besonders im Trikot der HSG sollte stets einwandfrei sein. Im Anhang zum Jugendkonzept sind einige Verhaltensregeln für Beteiligte wie Spieler/Spielerinnen, Trainer/Trainerinnen und Eltern aufgeführt, die Bestandteil des Konzeptes sind. Menschen, die diese gemeinsamen Werte und Normen nicht teilen und/oder bewusst missachten, können nicht Teil der Handballfamilie sein.

Die HSG und deren handelnde Personen, wie Vorstandsmitglieder und Trainer/Trainerinnen, sehen sich auch in der Pflicht soziales Verhalten vorzuleben und zu vermitteln.

Deshalb möchten wir hier nur einige uns wichtige Punkte aufführen:

  • Zeige Respekt gegenüber Gegnern/Gegnerinnen, Mitspielern/Mitspielerinnen, Trainern/Trainerinnen, Schiedsrichtern/Schiedsrichterinnen und Zuschauern/Zuschauerinnen,
  • Sei fair und wahre stets deine und die Gesundheit des Gegners/der Gegnerinnen,
  • Wir erkennen stets die Leistung von Mitspielern/Mitspielerinnen und Gegnern/Gegnerinnen an,
  • Zeige Toleranz und agiere als Vorbild für andere,
  • Geht vertrauensvoll miteinander um,
  • Genießt den Handball und seid loyal gegenüber Team und Verein.

Trainer als Vorbild

In der Pubertät, wenn Jugendliche gegenüber Eltern und Lehrern/Lehrerinnen eine kritische Haltung einnehmen, gehören Trainer/Trainerinnen bzw. Betreuer/Betreuerinnen zu den Erwachsenen, die als Vertrauenspersonen akzeptiert und gesucht werden.

Trainer/Trainerinnen sind wichtige Vorbilder. Handball ist Freizeitbeschäftigung und kein Pflichtprogramm. Kinder und Jugendliche kommen von sich aus.

Die große Kunst des Trainers/der Trainerin besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen dem sportlichen Angebot und den sozialen Bedürfnissen herzustellen. Kein leichtes Unterfangen; deshalb ist es wichtig, dass jeder Trainer/jede Trainerin und jeder Betreuer/jede Betreuerin neben praktischen Fähigkeiten auch Kenntnisse im Sozialverhalten und in der Mannschaftsführung besitzt.

Das „Vorbild Handballtrainer/Handballtrainerin“ hat gute Möglichkeiten, positiv auf das Verhalten junger Menschen Einfluss zu nehmen.

Jeder Trainer/jede Trainerin sollte sein/ihr eigenes Verhalten selbstkritisch hinterfragen, z.B. in Bezug auf:

  • den Auftritt vor der eigenen Mannschaft,
  • den Umgang mit Sieg und Niederlagen,
  • die Bewältigung von Konflikten,
  • die Gleichbehandlung aller Spieler/Spielerinnen,
  • das Verhalten gegenüber Personen außerhalb der Gruppe,
  • das Verhalten außerhalb des Trainings- und Spielbetriebs,
  • den Umgang mit eigenen Fehlern,
  • den Konsum von Suchtmitteln,

Die jungen Spieler/Spielerinnen beobachten ihre Trainer/Trainerinnen genau und schauen sich ihr eigenes Verhalten dort ab.

Niemand erwartet perfekte Betreuer/Betreuerinnen, denen keinerlei Fehler unterlaufen. Sie sollten sich nur bewusst sein, dass sie große Verantwortung tragen und nicht nur der Handball davon profitiert, wenn sie ihren Einfluss in positiver Weise nutzen.

Grundsätze

  • Keine Anwendung von Gewalt (verbal/nonverbal) gegenüber Spielern/Spielerinnen,
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Sportmaterialien,
  • Vorleben von Fair Play, Respekt und Höflichkeit gegenüber allen Beteiligten,
  • Unterlassung von herablassenden Aussagen,
  • Bemühung um Weiter- und Fortbildung,
  • Betrachtung der Gruppenteilnehmer als gleichberechtigte Partner/Partnerinnen,
  • Sicherstellung einer angenehmen Mannschaftsatmosphäre. „Positiv wirken“ gelingt im Verein, wenn Jugendliche mit anerkannten Vorbildern und Menschen, denen sie vertrauen, gemeinsame Aktivitäten erleben.

Der Einfluss und die Verantwortung der Trainer/Trainerinnen und Betreuer/Betreuerinnen gehen dabei weit über das Spielfeld hinaus und reichen mitten in Problembereiche unserer Gesellschaft. Auch im Umgang mit Suchtmitteln wie Alkohol oder Tabak haben Trainer/Trainerinnen und Betreuer/Betreuerinnen eine Vorbildfunktion.

Jugendspieler
Die Jugendspieler sind die Zukunft unseres Vereins. Wir wollen Euch, als unsere Junioren/Juniorinnen, auch über Eure Jugend hinaus eine Heimat im Verein bieten und motivieren auch selbst Verantwortung im Verein zu übernehmen. Wir fördern Euch daher beim ehrenamtlichen Engagement und unterstützen Euch bei der Ausbildung zu Schiedsrichtern/Schiedsrichterinnen, Trainern/Trainerinnen und Betreuern/Betreuerinnen im Leistungs- und Breitensportbereich.

Handball ist Eure Leidenschaft?
Unsere ist es auch!

Deswegen trainieren viele unserer Trainer/Trainerinnen ehrenamtlich nach ihrer Arbeit und verzichten damit auf Zeit mit ihren Familien! Deswegen gibt es ein großes Team, dass für geeignete Trainingsorte, neue Trikots, Trainingscamps und vieles Mehr sorgt.

Damit unsere gemeinsame Leidenschaft jedem viel Spaß macht und hoffentlich viele Siege bringt, müssen wir vom Verein unseren Part liefern, aber auch die Jugendspieler/Jugendspielerinnen müssen ihren Teil an Verpflichtungen ernst nehmen.

Als Mitglied einer Mannschaft geht der Spieler/die Spielerin eine Verpflichtung ein. Dem sollten sich auch die Eltern bewusst sein. Terminabsprachen sollten von beiden Seiten möglichst früh erfolgen. So kann der Trainer/die Trainerin die verpflichtende Teilnahme bzw. eine rechtzeitige begründete Absage erwarten. Für den Jugendspieler/die Jugendspielerin und die Eltern sollte klar sein, dass Termine nicht leichtfertig abgesagt werden – eine gewisse Kompromissbereitschaft ist hier eine entscheidende Voraussetzung für das erfolgreiche Miteinander. So gibt es bestimmte Trainingszeiten sowie Spieltermine, die für Trainer/Trainerinnen und Spieler/Spielerinnen und deren Eltern verpflichtend sind. Anderenfalls ist das erfolgreiche Miteinander in einer Mannschaftssportart wie dem Handball nur schwer möglich und das gegenseitige Vertrauen innerhalb des Teams wird darunter leiden. So ist es an allen eigenverantwortlich abzuschätzen, was im Einzelfall wichtiger erscheint:
Ein Spiel? Ein Geburtstag? Eine Übernachtungsparty? Euer Team?

Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich alle als Mitglied einer Handballmannschaft dazu verpflichten, regelmäßig am Spiel- und Trainingsbetrieb teilzunehmen!

Eltern als Vorbild

Liebe Eltern, tragen Sie durch Ihr Verhalten dazu bei, dass Ihre Kinder mit Spaß, Freude und Begeisterung Handball spielen.

  • Unterstützen Sie Ihre Kinder durch positives Lob, Aufmunterung und Anfeuern!
  • Kinderhandball ist kein Erwachsenenhandball! Bei den Kindern stehen Spaß am Spiel sowie die Verbesserung ihrer Fähigkeiten im Vordergrund.
  • Wissen Sie noch, wie Ihr Kind vor einem Jahr gegen den Verein XY gespielt hat? Welche Bedeutung hat das damalige Ergebnis heute? Ist es nicht viel wichtiger, wie sich Ihr Kind mittlerweile weiterentwickelt hat?
  • Falls eine Aktion mal nicht so gelingt wie geplant, zeigen Sie Ihre Enttäuschung nicht durch negative Kommentare! Die Kinder wissen selbst, wenn ihnen etwas misslungen ist. Wir als Erwachsene müssen mit Fehlern besser umgehen können als die Kinder.
  • Kinder sind sehr sensibel gegenüber abfälligen Kommentaren und reagieren oft mit Angst, Aggression oder Verunsicherung. Dadurch werden wichtige Lernprozesse blockiert!
  • Aus Fehlern wird man klug! Einer ist nicht genug!
  • Kinder und Jugendliche sind keine Bundesligaspieler/Bundesligaspielerinnen! Welche Fehler passieren (aus Sicht der Kinder: zum Glück) Woche für Woche in der Bundesliga?
  • Kritisieren Sie keine Entscheidung des Schiedsrichters/der Schiedsrichterin, auch wenn sie vermeintlich falsch gewesen ist! Sie ermutigen damit Ihr Kind, eigene Fehler zu ignorieren!
  • Viele Köche verderben den Brei! Der Jugendbetreuer/die Jugendbetreuerin ist dankbar für jede Hilfe und Anregung, aber er allein ist für den sportlichen Bereich zuständig!
  • Zigaretten und Alkohol sind beim Handball ungern gesehene Gäste und bei Jugendspielen unerwünscht.

Wir alle sind Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen und wollen uns dementsprechend verhalten!

Telgte-Westbevern / Ostbevern März 2021

 

Jugendkonzept HSG Bever Ems (PDF)